Propsteikirche St. Mariae Geburt zu Kempen
15.09.2018, 12:30 – 19:30

Verbotene Orgeln?

c) Privat

Ein Fest für und mit Drehorgeln

Kempener Drehorgelfestival mit 20 Drehorgelspielern aus Deutschland und den Niederlanden | Christian Gössel, Orgel

Tickets : Eintritt frei | Spenden erbeten

Zu einer musikalischen Zeitreise lädt die Stadt Kempen ein, wenn in Teilen der noch mittelalterlich anmutenden, pittoresken Altstadt ca. 20 Drehorgelspieler einen Tag lang ein buntes Kaleidoskop für Augen und Ohren bieten werden. Die „Leierkastenmänner und -frauen“ werden mit Volksmusik und alten Schlagern den Altstadtbummel der Besucher begleiten. Drehorgeln sind bereits seit Beginn des 18. Jahrhunderts als Instrumente der Gaukler, Bänkel- und Moritatensänger bekannt. Es waren die Instrumente der Straßenmusiker, die vielen zum „Spendenerwerb“, zur Aufbesserung ihres Lebensunterhaltes dienten, – und dies meist auch ganz legal, als lizensierte Gewerbetreibende. Bis in die 1920er Jahre war der Leierkastenmann ein gewohnter Anblick im Straßenbild der Großstädte wie Berlin oder Wien. Bertolt Brecht und Kurt Weill widmeten ihm in der Dreigroschenoper mit der Moritat von Mackie Messer „Und der Haifisch, der hat Zähne“ ein Kultur-Denkmal.

Geliebt und gelitten waren die Leierkastenspieler, in Kirchen waren sie allerdings grundsätzlich verboten: In Kempen wird dieses Tabu gebrochen, wenn am Ende des Tages die Drehorgeln zum Konzert in die Propsteikirche gefahren werden und Christian Gössel, Kantor an Sankt Marien und herausragender Improvisator an der Kirchenorgel, ihre Melodien aufgreifen und weiterentwickeln wird. Nach dem Konzert wird zum Umtrunk in die Burse, unmittelbar neben der Propsteikirche eingeladen, natürlich mit Drehorgelmusik ...

Veranstalter : König-Orgel e.V. | www.kempener-orgelkonzerte.de

Propsteikirche St. Mariae Geburt zu Kempen

An St. Marien
47906 Kempen
Deutschland

+49(0)2152 141770
+49(0)2152 1417722
pfarrbuero@st-marien-kempen.de

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