Evangelische Kirche Hoerstgen, Kamp-Lintfort
02.10.2016, 18:00

„Wie schön leuchtet der Morgenstern“

Leon Berben / c) Lutz Voigtländer

Léon Berben, älteste spielbare Orgel der Niederrheinregion von Thomas Weidtman, 1731

Eintritt frei I Gratis entree
Kollekte am Ausgang I Collecte bij de uitgang

Ein mystisches Brautlied hatte der lutherische Hofprediger von Herdecke und Pfarrer von Unna Philipp Nicolai zu Papier bringen wollen, als er im Jahr 1597 unter dem Titel „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ einen Zusammenschnitt des 45. Psalms, dem Hohen Lied der Liebe und der Offenbarung des Johannes verfasst hat – und dann noch prompt eine Melodie hinzukomponierte. Seitdem hat das Stück immer wieder als Vorlage für vielfältige musikalische Bearbeitungen herhalten müssen. Einige davon gehören – wie etwa Dietrich Buxtehudes und Max Regers Choralfantasien – zum Kernbestand des Konzertrepertoires, andere verbringen einen Dornröschenschlaf abseits vom spielerischen Standardprogramm der Organisten – oder sie schlummern gar unveröffentlicht in abgelegenen Archiven und Bibliotheken.

Die Weidtman-Orgel von Hoerstgen hat sich in den zurückliegenden Biennale- Durchgängen schon mehrfach als Ort zum Wachküssen schlummernder Schätze der Musikliteratur bewährt. Diesmal ist es der Kölner Organist und Cembalist Léon Berben, der den Morgenstern über alten Handschriften – aus der Feder von Jan Pieterszoon Sweelinck, Dieterich Buxtehude und Samuel Scheidt – aufziehen lässt.

In Kooperation mit | In samenwerking met: Ev. Kirchengemeinde Kamp-Lintfort-Hoerstgen

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